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Donnerstag, 27.10.2022

WIE VIEL BRAUN STECKT IM GRÜN?

Vortrag | Start: 19:00 h

Es ist en vogue, Öko zu sein. Die Bioläden schießen wie Pilze aus dem Boden, viele möchten nur noch BIO essen. Wir wollen alles tun, um unsere Umwelt weiterhin lebenswert zu erhalten. Wir treten Solawies (Solidarische Landwirtschaft) bei, wir organisieren Netzwerke und Firmen zum Vermarkten regionaler Produkte. Dabei stoßen wir manchmal auf Menschen, die bei genauerem Hinsehen menschenfeindlich sind. Überhaupt in Erwägung zu ziehen, dass Ökos unsolidarisch und ausschließend sein können, braucht meist eine Weile und passt nicht zu unserer Vorstellung von einer Alternative. Und doch gibt es sie, die braunen Ökos, wie z.B. die Auseinandersetzungen in der „Solawi Rostock“ um antisemitische Produzent_innen oder die Mitarbeit von völkischen Siedler_innen bei der Bildung eines regionalen Vermarktungsnetzwerkes zeigt.
Um mehr über die Geschichte und Gegenwart der Grünen-Bewegung zu erfahren, haben wir den Journalisten und Buchautor Peter Bierl gewonnen. Er studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er veröffentlichte einige Bücher und Aufsätze zu den Themen Nationalsozialismus, sowie Anthroposophie, Esoterik und Umweltbewegung.
In seinem Vortrag wird er Vergangenheit und Gegenwart von Naturschutz, Nachhaltigkeit und ökologischem Denken beleuchten. Diese Themen werden oft mit alternativer Lebensweise und einem emanzipatorischen Weltbild verbunden. Betrachten wir die Geschichte der Ökologie-Bewegung, trifft diese Annahme jedoch nur bedingt zu, denn die Naturschutzbewegung hat ihren Ursprung auch in der Heimatschutzbewegung. Diese ist Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und war gemäß dem damaligen Zeitgeist völkisch geprägt, hatte also das Ziel, die Heimat für eine rassistische, ethnisch-homogene deutsche Volksgemeinschaft zu erhalten. Sie lehnten Gleichberechtigung, soziale



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immer mittwochs: ab 18 Uhr Punkrockbar / Hardcorecafé (jeden 1. im Monat)
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